Europäische Konferenz bietet Möglichkeit für Lernen, Austausch und Networking

Von Eltis Team / Aktualisiert: 25 Mar 2015

Die bewährten Praktiken bei der Mobilitätsplanung befinden sich kontinuierlich in der Entwicklung. Maßnahmen, die noch vor zehn Jahren als beste Lösungsansätze erachtet wurden, sind heute unter Umständen nicht mehr geeignet. Während früher immer breitere Straßen als Mittel gegen Verkehrsstaus gebaut wurden, gilt dies mittlerweile als Einladung für mehr Menschen, das Auto öfter zu benutzen, wodurch das Verkehrsaufkommen weiter zunimmt. In der Vergangenheit wurden Straßenbahnschienen beseitigt; heute werden sie von den Städten neu verlegt, da sie den ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen dieses öffentlichen Verkehrsmittels erkennen. Das Nachdenken über Mobilität ist folglich kein statischer Vorgang. Vielmehr lassen sich Fortschritte nur durch regelmäßige Analyse erzielen.

Für die Entwicklung erfolgreicher Verkehrsstrategien ist unbedingt sicherzustellen, dass Stadtplaner über aktuelle Informationen verfügen.  Noch nie zuvor erstellten so viele Ballungsgebiete Pläne für nachhaltige urbane Mobilität, wobei sie unter anderem durch ein Reihe von EU-geförderten Initiativen und Projekten Unterstützung erhalten.

Um den Akteuren der Entwicklung und Durchführung dieser Pläne die Möglichkeit zu geben, Entwicklungen zu untersuchen und Planungsangelegenheiten in einem formellen Rahmen zu erörtern,  organisiert die Europäische Plattform für nachhaltige urbane Mobilitätspläne am 16. und 17. Juni 2015 in Bukarest die zweite Europäische Konferenz über nachhaltige urbane Mobilitätspläne. Die diesjährige Ausgabe der wichtigsten Veranstaltung über urbane Mobilitätsplanung in Europa, die auf dem Erfolg der ersten Auflage in polnischen Sopot 2014 aufbaut, wird voraussichtlich von 250 Fachleuten, politischen Entscheidungsträgern und Wissenschaftlern besucht – weit mehr als 2014, als 144 Stellvertreter teilnahmen.

Unter dem Motto „Nachhaltige Mobilität für alle“ wird sich die Konferenz mit der sozialen Ausgrenzung durch Verkehrsplanung, preiswerteren öffentlichen Verkehrsmitteln und der Verbesserung der Barrierefreiheit bei Arbeitsplätzen und Dienstleistungen befassen. Thematische Arbeitsgruppen werden zudem Strategien für die Entwicklung von Mobilitätsplänen in unterschiedlichen budgetären und geografischen Kontexten und Dimensionen des Ballungsgebiets untersuchen. In Fachsitzungen werden Themen wie Datenerhebung, Szenarioentwicklung, Modellierung und integrierte Energieplanung erörtert.

Städte, die einen Plan erfolgreich entwickelt und umgesetzt haben, werden über ihre Erfahrungen berichten, während Vertreter der Europäischen Kommission Informationen über politische Entwicklungen, Initiativen und künftige Aktionen bereitstellen.

Es findet ein Austausch statt über Erkenntnisse, gemeinsame Hindernisse und Erfolgsgeschichten aus ganz Europa in Bezug auf europäische Projekte, die eine verbesserte Entwicklung von SUMP zum Ziel haben. 

Dem Gastgeberland kommt bei der Veranstaltung eine sehr wichtige Rolle zu. Rumänische Städte übernehmen zunehmend das Konzept des nachhaltigen urbanen Mobilitätsplans, wobei derzeit acht Städte Mobilitätspläne über das Wachstumskern-Programm vorbereiten. Referenten aus Rumänien werden ihre Methode für die Verbesserung der Mobilitätsplanung zusammenfassend darstellen.

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Ausführlichere Informationen über die Tagesordnung und die Online-Registrierung finden Sie auf den Veranstaltungsseiten.

 

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