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Contact: Christian Rydén
Views:2914 Posted:September 2008
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Das Vier-Schritte-Prinzip - Integration von MobilitÀtsmanagement in Infrastrukturplanungen - Lund, Schweden

Trotz der vielen guten Ergebnisse der MobilitĂ€tsmangementmaßnahmen hat es sich als schwierig herausgestellt sie mit der traditionellen Infrastrukturplanung zu kombinieren. Das Vier-Schritte-Prinzip, das in Schweden verwendet wird, ist ein Planungsansatz, der das Potential gezeigt hat erfolgreiche Integration zu ermöglichen und ist durch die Stadt Lund wirksam angewendet worden.

Ausgangslage und Ziele


Obwohl sich die Verkehrsplanung dahingehend entwickelt hat ganzheitlichere Ansätze zu finden, ist sie noch immer sehr auf Infrastruktur-Investitionen fokussiert. Es ist noch immer schwierig MM in die traditionelle Planung von Infrastruktur-Investitionen zu integrieren, auch wenn bessere und kostengünstigere Lösungen existieren.
Das Vier-Schritte-Prinzip in Schweden wurde durch die nationale Straßenverwaltung entwickelt, um die Toolbox der Planer zu erweitern und kostenwirksamere Maßnahmen zu finden. Das Prinzip setzt voraus, dass vier unterschiedliche Arten von Maßnahmen schon analysiert sind, wenn die Verkehrsprobleme angesprochen werden:
1. Maßnahmen, welche die Verkehrsbedürfnisse und Verkehrsmittelwahl betreffen.
2. Maßnahmen, die zu einer effizienteren Nutzung des bestehenden Straßennetzwerks führen.
3. Geringfügige Straßenverbesserungen
4. Größere Investitionen
Obwohl es in Schweden Kritik daran gegeben hat, wie dieses Prinzip eingesetzt wurde, geht man davon aus, dass das Prinzip große Vorteile hat - wenn es in einer geeigneten Weise angewandt wird.
 

Umsetzung


Die Stadt Lund hat das Prinzip in zwei unterschiedlichen Projekten mit unterschiedlichen Ergebnissen eingesetzt. Die davon gelernte Lektion ist, dass das Vier-Schritte-Prinzip in vielen Fällen - aber nicht in allen - dabei helfen kann Maßnahmen zu identifizieren und umzusetzen, die kostengünstiger und nachhaltiger sind, als sonst möglich wäre. Indem das Vier-Schritte-Denken benützt wird, ist es für die Stadt möglich teure Investitionen in die Straßen-Infrastruktur zu vermindern (oder zeitlich zu verschieben), sowie Momentum für Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs und für Mobilitätsmanagementprojekte zu erhalten.
 

Schlussfolgerungen


Das Vier-Schritte-Prinzip kann, wenn es richtig verwendet wird, ein effektives Werkzeug sein, um Mobilitätsmanagement mit Infrastrukturplanung zu kombinieren. Indem man ein großes Angebot an unterschiedlichen Maßnahmen einrichtet und Kosten und Wirkungen analysiert, gibt es für eine gründliche Diskussion über mögliche Alternativen - und ungewöhnliche neue Lösungen (wie zum Beispiel Mobiltiätsmanagement) größere Chancen, damit sie im Auswahlprozess von angemessenen Maßnahmen für das Problem, das gelöst werden muss, richtig beurteilt werden können.

Text übernommen aus ECOMM 2008 Zusammenfassungen.


Downloads

Abstract Christian Rydén-City of Lund.doc ( kByte)



In cooperation with:
EPOMM

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This Case Study is part of the European urban mobility and transport best practice collection from Eltis - www.eltis.org.